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Drei Tage kommt er, drei Tage bleibt er, drei Tage geht er

· 6. Oktober 2007, 13:26 · Permanenter Link ...

Leider bin ich gerade etwas verschnupft und zwar nicht metaphorisch, sondern im wahrsten Sinne des Wortes. Eine saftige Erkältung hat mich heimgesucht, ausgerechnet jetzt, wo wir unsere freie Woche haben.

Um schnellstmöglich wieder auf die Beine zu kommen, marschierte ich also in die nächste Apotheke. Dabei sollte man diese Pharmazieverkaufsstätten nicht mit unseren heimischen Apothekentempeln verwechseln, in welchen Hypochonder schwelgen, dekoriert in warmen Farben, von der Aufmachung eher mit Bäckereien zu verwechseln. Nein, dies sind noch sterile Läden, in welchem man von einer streng drein blickenden Dame begrüßt wird, die nach bereits einigen wenigen Gesten unsererseits zu wissen schien, was benötigt wird. So dauerte es nicht lang und die Apotheke wurde mit drei Schachteln voller Pillen und Tabletten verlassen.

Über die einzunehmende Menge blieb ich jedoch im Unklaren, auch aufgrund meiner immer noch sehr wackeligen Sprachkenntnisse. Zusätzlich stellte sich zu Hause bei der Recherche im Internet heraus, dass eine der Packungen Antibiotika beinhaltete. Diese wollte ich nun gar nicht nutzen. So wurden die Tabletten postwendend entsorgt. Die anderen Pillenpackungen enthielten laut Google einfache Schmerzmittel und ein traditionelles chinesisches Mittel, wobei hier nicht ganz klar war, wogegen oder wofür.

Daher entschied ich mich, noch einmal eine andere Apotheke aufzusuchen, die wir bei einem unserer Ausflüge in der Stadt entdeckt hatten. Schon beim Betreten des Ladens musste ich meine obige Meinung über chinesische Apotheken etwas revidieren. Dieser Laden wirkte schon etwas ansprechender und die Bedienung war hilfsbereiter und schließlich hatte ich alles, was benötigt war, um den Kampf gegen die Erkältung aufzunehmen.

Inzwischen befinde ich mich auf dem Weg der Besserung (Placebowirkung oder chinesische Medizin?) und denke dass Apotheken doch einigermaßen benutzbar sind. Bei kleineren Dingen, wie Erkältungen, etc. kann man ruhig in die hiesigen Apotheken gehen, vielleicht jedoch mit einem Übersetzer, um Missverständnisse zu vermeiden. In speziellen Fällen sollte man wie üblich vorsorgen und mitnehmen, z.B. Antibabypillen, Blutdruckmittel, etc.

Auch kann man sich das Buch “Where there is no doctor” besorgen. Dies ist uns von Freunden empfohlen worden, die jahrelang in der Mongolei gelebt haben. China hat natürlich ein entwickeltes Gesundheitssystem, aber einem Quasi-Analphabeten sind eben kommunikative Grenzen gesetzt …

— Markus Nowatzki        

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Kommentare

Ich habe auch schon zahlreiche Erfahrungen mit sogen. Apotheken machen können in unterschiedlichen Städten. Chinesissche Medizin hilft meistens, wenns nicht gar zu schlimm ist. Ich habe mir schon einmal (nicht freiwillig) ein Krankenhaus von innen angesehen und mich der Untersuchung unterzogen. Das war schon Erlebnis pur. C.Warnke

Warnke · 9. Oktober 2007, 15:59 · #

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