Endlich ankommen

Endlich angekommen

· 13. September 2007, 13:58 · Permanenter Link ...

Jetzt wird es ernst, denke ich und komme in Frankfurt an. Der Flieger nach Shanghai geht pünktlich. Ich sehe mich um und erblicke nur asiatisch geschnittene Gesichter. Oh, denke ich, das wird eine lange Reise. Glücklicherweise sitzt neben mir eine nette junge Frau aus Shanghai. Sie kann Englisch und so unterhalte ich mich mit ihr über ihren Ausflug nach Deutschland und meinen ersten Aufenthalt in Asien. In Shanghai verabschiedet sie sich von mir und ich spüre erste Zeichen der Panik aufsteigen. Wo muss ich hin, was muss ich tun. Nach einer Weile traue ich mich endlich in eine Richtung zu gehen und es klappt. Nun nur noch fünf Stunden und dann geht es in Richtung Beijing – hoffentlich werde ich abgeholt.

Glücklicherweise werde ich in Peking von einem Mitarbeiter der Nankai Universität erwartet, an welcher ich als Deutschlehrer arbeiten werde, und ein junger Chinese, der sich als Klaus vorstellt. Später erfahre ich, dass alle meine Studenten deutsche Namen haben werden. So nähert man sich der entsprechenden Kultur an. Ich bin neugierig, was werde ich wohl für einen chinesischen Namen bekommen?

Irgendwie fühle ich immer noch etwas orientierungslos. Trotz des Chinesischkurses, in den ich zugegebenermaßen keine so große Anstrengung gesteckt habe, bin ich ziemlich sprachlos. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Sofort nach der Ankunft werde ich von der chinesischen Gastfreundschaft empfangen. Klaus nimmt mir den Koffer aus der Hand, und obwohl ich ihn gern selbst tragen möchte, lässt er sich nicht beirren. Überhaupt habe ich keine Chance, etwas selbst zu tragen. Sofort schlägt die allgemeine Hilfsbereitschaft zu. Man scheint hier Ausländern sehr gewogen und neugierig entgegenzukommen. Abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen ist man sehr bemüht um mich.

An das Essen muß man sich allerdings erst gewöhnen. Ebenso an das Wetter, besonders, wenn man gerade einen sehr kalten Sommer in Deutschland hinter sich hat. Es ist ziemlich heiss hier und man muss ständig etwas trinken.

Beim Einkauf oder in der Mensa schlägt meine Sprachlosigkeit wieder mal zu. Meistens nehme ich dann etwas auf Geradewohl und bereue es nicht. Meistens jedenfalls. Und wenn nicht? Dann ist es höchste Zeit mal wieder ein paar Vokabeln zu lernen. Und im schlimmsten Fall gibt es ein überall bekanntes amerikanisches Hühnchenschnellrestaurant …

— Markus Nowatzki        

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