Ein voller Tisch und ein voller Bauch

Pekingente bis der Bauch platzt

· 27. September 2007, 16:58 · Permanenter Link ...

Letzte Woche haben uns Freunde zum Essen eingeladen. Oder besser, eigentlich wollten wir sie einladen. Dazu kam es jedoch nicht, wir waren einfach zu langsam. Während wir noch dachten, es ginge um das Bestellen, schritt man schon an die Bezahlung. Chinesische Gastfreundschaft ist eben nicht nur herzlich sondern auch schnell. Nun irgendwann wird sich auch die Gelegenheit ergeben, dass wir uns auch nicht lumpen lassen. Aber nun zum Allerwichtigsten.

Essen ist in China mit das Allerwichtigste. Man unterhält sich nicht über das Wetter, sondern über das Essen, ob es gut war, aus welcher Gegend, ob sauer, süß oder salzig. Nie wird eine Entscheidung ohne gutes Essen getroffen. Eine Grußformel lautet: „Und, schon gegessen?“ In diesem Falle konnten wir durchaus sagen, ja wir haben gut gegessen. Sehr gut sogar. Und reichlich. Da war nix mit Chop Suey und aufgebratenen Nudeln aus dem Asia Snack in Willmersdorf. Nein es gab Pekingente. Doch davor aßen wir uns in die typische Falle, wir hielten die Vorspeise für den Hauptgang, was bei der Menge nicht ungewöhnlich ist. Und so kam dann irgendwann das Verhängnis für die gute Figur in Form eines Riesentellers mit Pekingente. Und das Gute (oder Schlimme, je nach Perspektive) war, dass man nicht mit essen aufhören konnte.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch noch die Mensa. Diese Erfahrung sollte man als Europäer unbedingt machen. Leider kann man auch nicht warten, bis der erste Ansturm vorbei ist. Der Andrang dauert die ganze Mittagszeit. Deutsche Mensen warten zwar auch mit ihrer Version der Massenfütterung auf, hier in China heißt Mensa Fütterung der Millionen. Entscheidungschwache Europäer haben es da schon etwas schwerer, etwas abzubekommen. Wenn man dran ist, sollte zugeschlagen werden, ansonsten ist wieder warten angesagt. Man wählt dann etwas, das einem irgendwie bekannt vorkommt. Natürlich bekommt man fast immer zu viel und beim hineinbeißen merkt man, dass man nicht gerade etwas nach seiner Vorstellung bekommen hat. In der Konsequenz muss das aber nicht schlecht sein. Im Gegenteil, es gibt keinen besseren Weg, als so neue Gewürze kennenzulernen. Man lange also einfach zu …

— Markus Nowatzki        

post this at del.icio.uspost this at Diggpost this at Technoratipost this at Newsvinepost this at Ma.gnoliapost this at Furlpost this at Blinklistpost this at Wistspost this at Simpypost this at Redditpost this at Farkpost this at Blogmarkspost this at Yahoo! my webpost this at Blinkbitspost this at Connoteapost this at de.lirio.uspost this at feedmelinkspost this at LinkaGoGopost this at Netvouzpost this at RagSugarpost this at Scuttlepost this at Shadowspost this at TailRankpost this at Smarkingpost this at Kinjapost this at Winkpost this at Mr. Wongpost this at Netscapepost this at Windows Livepost this at StumbleUponpost this at Google Bookmarkspost this to TwitterAdd this to AnothrShare on facebook

---

Kommentare

Markus, mein Kompliment!
Ich liebe deinen Blog!!! Schreib weiterhin so fleißig daran ;)

Anne · 1. Oktober 2007, 22:38 · #

---

Hallo Markus!
Deine Berichte sind köstlich! Im Flieger wirst du demnächst zwei Sitze buchen müssen! Freue mich auf weitere Reiseberichte!

Ute · 7. Oktober 2007, 18:29 · #

---

Kommentarfunktion für diesen Artikel geschlossen.